NormbundesweitHochbau
DIN 4095-1: Begriffe und Wassereinwirkungen auf erdberührte Bauteile
Quelle: DIN 4095-1, Ausgabe: siehe aktuelle Veröffentlichung unter https://www.din.de/de/mitwirken/normenausschuesse/nabau/veroeffentlichungen/wdc-beuth:din21:397841413Schweregrad: mittel
Die Norm definiert Begriffe und Wassereinwirkungen auf erdberührte Bauteile im Baugrund. Sie regelt Grundlagen für Dränung zum Schutz von Bauteilen vor Wasser.
DIN 4095-1 legt als Teil-1-Norm die begrifflichen und fachlichen Grundlagen für den Umgang mit Wassereinwirkungen auf erdberührte Bauteile fest. Sie klassifiziert Wasserarten im Baugrund (z. B. Sickerwasser, Stauwasser, drückendes Grundwasser) und definiert deren Einwirkungsszenarien auf Bauteile wie Fundamente, Kellerwände und Bodenplatten. Die Norm bildet die Basis für weiterführende Teile der Normenreihe DIN 4095, insbesondere hinsichtlich der Planung und Ausführung von Dränanlagen. Wassereinwirkungsklassen werden systematisch beschrieben, um eine normkonforme Abdichtungsplanung und Dränung zu ermöglichen.
**Wen betrifft es?**
Tragwerksplaner, Baugrundgutachter, Geotechniker, Tiefbau- und Hochbauunternehmen, Abdichtungsplaner, Architekten mit Kellerbauplanung sowie ausführende Fachbetriebe für Drän- und Abdichtungsarbeiten.
**Was ist zu tun?**
- Wassereinwirkungsklassen gemäß DIN 4095-1 für das jeweilige Bauvorhaben durch ein geotechnisches Gutachten bestimmen lassen
- Begriffsdefinitionen der Norm in Leistungsbeschreibungen, Ausschreibungen und Planungsunterlagen verbindlich verwenden
- Abstimmung mit Abdichtungsnormen (z. B. DIN 18533) sicherstellen, um normkonforme Entwässerungs- und Abdichtungskonzepte zu erstellen
- Planungs- und Ausführungsunterlagen für erdberührte Bauteile auf Konformität mit den neuen Begriffen und Einwirkungsdefinitionen prüfen
Alle Inhalte dienen der Information und stellen keine Rechtsberatung dar. Für rechtlich bindende Auskünfte wenden Sie sich an einen zugelassenen Rechtsanwalt.